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Der Olivenbaum und seine Früchte
Der Olivenbaum gehört zur Gattung der Ölbäume und stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. 600 v. Chr. gelangte er nach Italien.
Der Olivenbaum ist ein immergrüner Baum und wird ca. 20 m hoch. Bei guter Pflege kann er weit über 1000 Jahre alt werden. Er gehört zur Gruppe der subtropischen Hartlaubgewächse und besitzt somit einen knochigen Stamm, der meistens eine rissige Borke hat. Die Krone des Baumes ist weitausladend. Seine Blätter sind schmal und länglich geformt. Die Oberfläche ist graugrün und an der Unterseite schimmern sie silbrig-weiß. Der Olivenbaum bevorzugt das subtropische Mittelmeerklima, d.h. einen trocken-heißen Sommer und einen feucht-kühlen Winter.
Der Olivenbaum hat im Frühjahr weiße oder gelbe Blüten. Ab Mai/Juni bekommt er Früchte. Die unreifen Oliven sind grün und werden je nach Sorte violett bis blauschwarz, wenn sie reif sind.
Die Ernte beginnt generell im November und ist Ende Dezember meistens abgeschlossen. Nur einige spezielle Olivensorten werden später (Februar) geerntet. Der Ernteprozess an sich, darf nicht länger als 2 Wochen andauern, da sonst die Oliven schlecht werden. Heutzutage gibt es unterschiedliche Methoden, um die Oliven zu ernten.
1.Man legt Netze (aus Leinen oder Kunststoff) zwischen den Bäumen aus und schüttelt die Oliven von den Bäumen, dies kann per Hand oder per elektrischer Rüttelmaschine erfolgen.
2.Man pflückt sie – sehr zeitaufwendig!
3.Man schlägt sie, in die vorher ausgelegten Auffangnetze mit Holzstangen von den Bäumen.
Um aus den Oliven das Olivenöl oder auch das goldene Öl herzustellen, gibt es mehrere Verfahren. Bei dem sogenannten traditionellen Verfahren werden die Oliven erst kalt zwischen zwei Mühlensteinen gemahlen (kollern – in der Fachsprache). Anschließend wird der übrig gebliebene Fruchtbrei in eine hydraulische Presse gegeben. Diese Methode wird heute aber nicht mehr vielerorts angewandt, da es heute starke mechanische Pressen gibt und alles in einem Vorgang abläuft.

Das Olivenöl ist nicht nur zum Abschmecken von Gerichten, sondern ist auch als Allheilmittel (z.B. Fiebersenkung), Aphrodisiakum, Schönheits- und Wellnessprodukt, Seife und andere Körperpflegemittel geeignet.
Olivenölunterschiede:
Natives Olivenöl extra (oder extra virgin) – höchste Qualitätsstufe, wird ausschließlich anhand von mechanischen Verfahren gewonnen.
Natives Olivenöl (oder virgin fine) – ist etwas weniger fruchtig als natives Olivenöl extra.
Gewöhnliches natives Olivenöl (oder virgin semifine) – wird kaum angeboten.
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