Kultur

Lebensweise, Architektur, Geschichte, Kunst, Musik und Essen – alles nimmt einen großen Teil der ligurischen Kultur ein

Genießen Sie aromatische Weine aus den Cinque Terre, UNESCO Weltkulturerbe, oder unternehmen Sie einen Ausflug zu einen der ligurischen Weinbauern um alles über die Weinherstellung zu erfahren. Entdecken Sie schöne Weinberge, Olivenmühlen und Haine, traditionelle Lebensmittelgeschäfte und die wichtigsten Zutaten der ligurischen Küche. Sie werden den Geruch von frisch gemahlenen Kaffee, Bäckereien, Obst- und Gemüsemärkte, hausgemachte Pasta, natives Olivenöl, Käse, Fleisch und andere regionale Produke lieben! Lassen Sie sich nicht den Genuss von Pesto alla Genovese, Farinata, Focaccia, Ravioli und italienischem Eis entgehen. Ligurische Ladenbesitzer sind sehr freundlich und geben Ihnen gerne Auskunft über die Herkunft ihrer Produkte und traditionelle Rezepttipps.

Erfahren Sie alles über ligurische Kultur!

Italiener gelten als gastfreundlich und warmherzig und sie neigen dazu, sich in Gruppen zu sammeln. Selbst in der italienischen Architektur zeigt sich das: das Zentrum eines Dorfes oder einer Stadt wird von einer Piazza mit einer Kirche gebildet, wo sich die Menschen meist am Abend für einen netten Plausch versammeln. Die meisten Dörfer, die noch aus dem Mittelalter stammen, sind noch gut erhalten.

Italiener haben weitreichende Essenstraditionen – für sie ist Essen nicht einfach nur Nahrung, sondern eine der größten Freuden im Leben. Bei Familienfeiern steht oft das Essen im Mittelpunkt und in jeder Region Italiens hat Ihre eigenen Spezialitäten. Ligurien ist berühmt für seine Oliven – Olivenbäume sind immer noch eine Haupteinnahmenquelle der Region. Ligurien ist auch berühmt für seine traditionellen Feste (Sagre) und historischen Veranstaltungen. Sagre finden meist von Mai bis Oktober statt, Dorfbewohner bereiten verschiedenes leckeres Essen zu, spielen Musik und tanzen bis in die Nacht hinein. Nutzen Sie die Möglichkeit Sagre zu besuchen – Sie werden begeistert sein! Ligurien zu besuchen ist ein Spass für die ganze Familie – es gibt viele interessante Orte zu entdecken, verschiedene Sportmöglichkeiten und Entspannungsmöglichkeiten.

Entdecken Sie Ligurien durch Geschichte

Lernen Sie den historischen Teil Liguriens kennen - werfen Sie einen Blick in die Geschichte Liguriens und erfahren Sie wie die Ligurien eine eigenständige Region Italiens wurde

In Italien findet man viele verschiedene Baustile, einschließlich der Romantik, Renaissance, Barock und Neoklassizismus – in vielen kleinen Städten Liguriens, wie Borganzo, Bellissimi und Ranzi können Sie die Architektur dieser verschiedenen Epochen bewundern. Bestaunen Sie die beeindruckenden Fassaden der Paläste, wie z.B. den Palazzo Reale (Königspalast) in Genua und seine wertvollen Gemäldesammlungen. Ein Besuch in Cervo, Portofino, den Cinque Terre, Valoria oder anderen Orten ist lohnenswert. In Italien gibt es mehr katholische Kirchen pro Kopf als in jedem anderen Land und in Ligurien findet man besonders schöne Kirchen.

Kirchen in Ligurien

Erfahren Sie alles über die Stile von der Kirchen Liguriens

Romantik

Im Stile der Romanik wurde von 1000 bis 1200 n. Chr. gebaut. Die Hauptmerkmale dieser Epoche sind: Dicke, festungsartige Mauern – kleine Fenster – Würfelkapitelle auf Säulen – flache Kassettendecken – Überwölbung großer Raumweiten Dies sollte die religiöse Zusammengehörigkeit des christlichen Abendlandes darstellen. Die Kirchen wurden groß und mächtig gebaut, da sie die Allmacht Gottes und die Stärke des Christentums widerspiegeln sollten.

Gotik

Die Kunstepoche der Gotik fand 1140 bis 1500 n. Chr. statt. Übersetzt bedeutet Gotik so viel wie fremdartig, barbarisch. Die Hauptmerkmale der Gotik sind: Große Fenster – Spitzbögen – Betonung der Vertikalen (bis 48 m Höhe) – schlanke, strukturierte Säulen auf polygonalem Grundriss Die Kathedrale ist das zu Stein gewordene Symbol für den christlichen Glauben und spiegelt gleichzeitig den Bürgerstolz dar. Sie soll sich über alle anderen Gebäude der Stadt erheben.

Rennaissance

Die Zeit der Renaissance, auch als kulturelle Wiedergeburt der Antike bezeichnet, fand in der Zeit vom 14. bis 17. Jhd. statt. Die Hauptmerkmale dieser Epoche sind: Formensprache – klare, überschaubare und harmonische Bauten – einfache und ideale Formen im Grundriss (Quadrat, Kreis)

Barock

Die Zeit des Barocks war 1575 bis 1770 n. Chr. Die Hauptmerkmale dieser Epoche sind: üppige Prachtentfaltung (Prunk) – schwingende Formen – Kuppeln – Säulengruppe – Giebel – Fensterbekrönungen mit Ornamenten – Einzelformen ordnen sich dem Gesamterscheinungsbild unter – Nutzung der Lichteffekte – Einbeziehung der Malerei und der Plastik in die Architektur des Gebäudes

Geschichte

Ligurien ist eines der kleinsten Bundesländer Italiens

Mit der relativ kleinen Fläche, die bewohnt und bewirtschaftet werden konnte, war Ligurien ein armes Land. Die Einwohner mussten immer mit hohem Aufwand ihr Geld verdienen und sparsam mit Ihren Ressourcen umgehen.

Die einstige römische Region wurde zu Beginn des 4. Jh.

mit der Region Emilia und zum Ende des Jahrhunderts mit dem von Rom aus gesehen jenseits des Pos gelegenen Gebiet der Transpadana vereint und hatte Mailand zur Hauptstadt. Nach der Zeit des frühen Mittelalters erscheint es um die Mitte des 10. Jh. aufgeteilt in Marken und zwar in die marca arduinica (im Westen), die marca aleramica (in der Mitte) und die marca obertenga (im Osten). Aus diesen Marken stammen die bedeutendsten Lehnsfamilien der Region.

In dieser Region war der Kampf zwischen den verschiedenen Lehnsherren und den Bischöfen sehr lebhaft und er gab den Anstoß zu den Stadtstaaten, die sich an der Verteidigung der Region gegen die Sarazenen, an den Kreuzzügen und an dem Handel mit Übersee beteiligten.

Jedoch wurde ihre Geschichte völlig beherrscht von den Beziehungen zu Genua

das sich politisch und kirchlich gegen die Stadtstaaten der Riviera, gegen die Lehnsherren, gegen Pisa, im Apennin und in der Riviera di Levante ausbreitet, wo die Grafenfamilie der Fieschi bis zum 16. Jh. widerstand. Vor allem jedoch widerstand die Riviera di Ponente aufgrund der Gegenwart von zahlreicheren und stärkeren Stadtstaaten (Ventimiglia, Albenga, Savona) und von mächtigen Lehnsfamilien wie den Grafen von Ventimiglia und den Marchesen von Finale.

Diese Kämpfe dauerten mit unterschiedlichen Geschicken das ganze 18. Jh. an. Im Jahre 1805 verlor Ligurien seine Unabhängigkeit und seinen Namen, da es von Frankreich in Departements aufgeteilt wurde. Ab dem Jahre 1815 – nach dem Fall Napoleons und dem Wiener Kongress – gehörte es unter dem Namen Herzogtum von Genua zum Königreich Sardinien-Piemont der Savoyen und seit dem Jahr 1861 ist es unter der Bezeichnung Ligurien in den neuen italienischen Staat einverleibt.

Entdecken Sie Ligurien durch die Kunst

Zahlreiche Kunstausstellungen, moderne Kunstgalerien, Theater – entdecken Sie Ligurien aus einem künstlerischen Blickwinkel

Besuchen Sie die Stadt Genua, die nicht nur die Hauptstadt der Region ist, sondern auch künstlerisches Zentrum von Ligurien. Ebenfall sehr empfehlenswert ist ein Besuch in dem Künstlerdorf Valoria (Imperia). Hier finden Sie handbemalte Eingänge, Türen und Tore von Künstlern aus ganz Italien. Jedes Jahr, meist an dem ersten Wochenende im Juli, treffen sich hier italienische Künstler, um weitere Türen zu verschönern. Aus Ligurien kommt eine Vielzahl von lokalen und international berühmten Persönlichkeiten, die für ihr Talent, Kunst oder Entdeckungen bekannt sind., wie z.B. Christoph Kolumbus oder Alfred Nobel. Heute kann man ihre Geburtsorte besuchen, Kunstwerke betrachten oder die Denkmäler und Museen besuchen, die für sie gebaut wurden. Lernen Sie auch die ligurische Literatur und Schriftsteller kennen, wie Annie Hawes, die sich ihren Lebenstraum erfüllt hat und nach Ligurien ausgewandert ist und leidenschaftliche über ihre Erfahrungen dort schrieb.

Kunst in Ligurien

Zahlreiche Museen, Ausstellungen, Kirchen und Paläste,mittelalterliche Bauwerke sowie moderne Kunst - das vielfältige Ligurien erwartet Sie!

Besuchen Sie Genua, nicht nur Hauptstadt der Region, sondern auch Hauptkunstschauplatz in Ligurien. “Le Strade Nuove” mit den Adelspalästen “Palazzi dei Rolli”, dem “Palazzo Bianco” , “Palazzo Rosso” und “Palazzo Doria Tursi” in Genua sind Weltkulturerbe der UNESCO.

Die beeindruckende Fassaden der Paläste

In den Palästen sind Gemäldegalerien untergebracht, in denen man unter anderem Werke von Caravaggio, Veronese, Guercino, van Dyck und Canova bewundern kann. Die beeindruckende Fassaden der Paläste und die wertvolle Gemäldesammlung bilden ein Gesamtkunstwerk. In Genua befindet sich auch der “Palazzo Reale”, ausgestattet mit Fresken, Skulpturen, Gemälden und hochwertigem Mobiliar. Die Nationalgalerie ist in dem Palast untergebracht. Auch die Kathedrale San Lorenzo aus dem 9. Jahrhundert ist im Zusammenhang mit Kunst zu erwähnen.

Die Villen in Nervi dienen als Museumssitze

Die Villa Saluzzo Serra beherbergt die Galerien der modernen Kunst, in der Villa Grimaldi Fassi findet man die Sammlung Frugone, die die Werke italienischer sowie internationaler Künstler beinhaltet. In vielen kleinen Ortschaften Liguriens, kann man die Architektur der verschiedenen Epochen bewundern. Ein Besuch in Cervo, Portofino, Cinque Terre, Triora und vielen weiteren Orten ist in jedem Fall lohnenswert.

Künstlerdorf Valloria

In den Palästen sind Gemäldegalerien untergebracht, in denen man unter anderem Werke von Caravaggio, Veronese, Guercino, van Dyck und Canova bewundern kann. Die beeindruckende Fassaden der Paläste und die wertvolle Gemäldesammlung bilden ein Gesamtkunstwerk. In Genua befindet sich auch der “Palazzo Reale”, ausgestattet mit Fresken, Skulpturen, Gemälden und hochwertigem Mobiliar. Die Nationalgalerie ist in dem Palast untergebracht. Auch die Kathedrale San Lorenzo aus dem 9. Jahrhundert ist im Zusammenhang mit Kunst zu erwähnen.

Kunstgeschichte Liguriens

Vorgeschichte und Antike

Nahe der französischen Grenze in Balzi Rossi wurden in Höhlen Funde aus der Altsteinzeit gemacht. Darunter befinden sich Tonstatuen, Werkzeuge, Ritzzeichnungen und Stelen. Im Monte Bego in den Ligurischen Alpen entstanden mehr als 100.000 Steinmetzarbeiten von ligurischen Hirten, die sie zu religiösen Zwecken über 3 Jahrhunderte lang in die Felsen einarbeiteten. In Lunigiana befinden sich circa 60 Statuen aus grauem Sandstein, die zu männlichen oder weiblichen Formen geschnitzt wurden.

Im 1. Jahrhundert v.Chr. wurden die ersten Bauwerke der Region errichtet, als Etrusker, Griechen und Kelten versuchten, Ligurien zu erobern. Primitive Fluchtburgen, sogenannte “Castellari” wurden von den Einheimischen zum Schutz erbaut.

Nach der Eroberung Liguriens durch die Römer im 3. Jahrhundert v. Chr. wurden die Via Aurelia sowie zahlreiche Siedlungen erbaut, die noch heute das charakteristische rechtwinklige Straßensystem erkennen lassen.

Im Frühen Christentum entstand das Baptisterium von Albenga. Mosaikornamente aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. schmücken den Innenraum des Baptisteriums.

Romantik

Eine eigenständige Romanik hat sich in Ligurien nicht entwickelt und es sind kaum einheimische Künstler aus dieser Epoche bekannt.

Man findet Einflüsse aus Südfrankreich, der Toskana und der Lombardei.

Charakteristisch für romanische Kathedralen sind der basilikale Grundriss, schlichte Fassaden, horizontale Streifen aus dunklen und weißen Marmor und die Verwendung von antiken Bauteilen.

Gotik

Ähnlich wie bei der Romantik wird auch die ligurische Gotik durch Einflüsse anderer Regionen bestimmt. Seit dem 15 Jahrhundert tritt besonders der Einfluss der Niederlande und Flanderns hervor.

Der bedeutendste erhaltene Bau aus der Gotik ist der Dom San Lorenzo in Genua, dessen Hauptfassade nach französischem Vorbild errichtet wurde.

Barock

Im 17. Und 18. Jahrhundert wurden die schlichten Fassaden der Paläste der Strada Nuova in Genua mit Skulpturen und Dekor verziert.

Genua wurde zum Zentrum der Kunst. Die Adelsfamilien förderten die Entwicklung der Malerei, sie gaben Aufträge an einheimische sowie auswärtige Künstler. Zu dieser Zeit entstanden viele Porträts von den Mitgliedern der Adelsfamilien, Poeten und Musikern. Auch zahlreiche Stillleben und Tierbilder entstanden zu dieser Zeit.

Nordische Künstler wie Peter Paul Rubens prägten die genuesische Kunst. Anthonis van Dyck, Schüler von Rubens, fertigte zu dieser Zeit zahlreiche Gemälde der Aristokratie an.

Werke genuesischer Künstler sind häufig in Dorfkirchen anzutreffen.

Der genuesische Holzschnitzer Anton Maria Maragliano stattete zahlreiche Kirchen in Ligurien mit eindrucksvollen aber schlichten Heiligenfiguren aus.

Historismus und Jugendstil

Prachtvolle Grabmäler aus Historismus und Jugendstil befinden sich auf dem Friedhof Genua – Staglieno, der eine besondere Sehenswürdigkeit darstellt.

Prachtstraßen in Genua wurden mit Elementen aus der Epoche verziert.

Im Westen Liguriens entstanden beeindruckende Gebäude , wie zum Beispiel das Casino Municipale in Sanremo.

Zeitgenössische Kunst

Über 3000 Werke internationaler und italienischer abstrakter Kunst findet man im Museum von Villa Croce in Genua. Dort befinden sich auch zahlreiche ligurische Kunstwerke aus dem 20 Jahrhundert.

In La Spezia befindet sich ebenfalls ein Museum zeitgenössischer Kunst: Centro d’Arte Moderna e Contemporanea.

Literatur in Ligurien

Bücher mit der Handlung über Ligurien, spannend erzählt und hier für Sie zusammengestellt mit einer Kurzbeschreibung

Angelika Klees - Gente di Mare

Die Protagonistin Nikki zieht es nach Italien. Sie hat genug von Wetter und Alltag und möchte sich in Italien künstlerisch entfalten. Nachdem Sie ein Jahr freibekommt, kann sie ihren Plan verwirklichen und zieht nach Ligurien. Dort lebt sie dann im Künstlerviertel Bussana Vecchia. Dieses wird von den Bewohnern des Ortes auch “Il sogno sulla collina” genannt, zu deutsch “Traum auf dem Hügel”. Nikki lernt dort den Maler Ricardo kennen und lieben. Doch nach einiger Zeit kommt die Frage auf ob sie ihr Leben weiterhin so leben kann… 

1887 wurde Bussana Vecchia von einem Erdbeben zerstört. In den 50 ern bauten die Künstler die Häuser wieder auf. Den Behörden war dies jedoch zuwider. Es dauerte weitere Jahre bis Bussana Vecchia auch mit Strom- und Wasser versorgt wurde. Ein Besuch in dieser ligurischen Ortschaft lohnt sich. Auch heute noch leben dort sehr viele Künstler.

Annie Hawes - Oliven von San Pietro

Annie Hawes erfüllt sich einen Lebenstraum und zieht mit ihrer Schwester nach Italien. Nachdem sie dort vorerst nur einen Ferienjob wahrgenommen hat, kauft sie sich letztendlich sogar ein kleines Haus in den Olivenhainen. Die Bewohner von San Pietro helfen den Fremden sich in das italienische Leben einzugewöhnen. Mit Begeisterung erzählt sie biographisch ihre Erlebnisse nach und die Liebe zu Land und Kultur. Anne Hawes arbeitete ehemals als freie Redakteurin der BBC und Channel 4.In ihrer Biografie skizziert sie das Leben und die Menschen in San Pietro. Mit viel Witz und Humor werden die beiden Kulturen dargestellt.

Annie Hawes - Picknick im Olivenhain

Annie Hawes ist verzweifelt, als sie von den Bewohnern von San Pietro erfahren muss, dass ihr geliebtes Bauernhaus kurz vor dem Einbruch steht. Holzkäfer haben das Dach befallen, welches einstürzen wird. Zudem wurde sie auch noch von dem Koch Ciccio zu einem Picknick eingeladen. Auch im zweiten Teil erzählt sie leidenschaftlich und noch persönlicher von ihrem Leben in Italien.

Christobel Kent - Ein Sommer in Ligurien

Die Journalistin Rose Fell kauft nach ihrer Scheidung ein Haus in Ligurien. Sie schafft es nicht, sich in der Dorfgemeinde zu intergrieren. Und freut sich über das Angebot eines Regisseurs, ihr ein Interview mit der Contessa des örtchens zu vermitteln. Doch plötzlich wird ein junges Mädchen ermordert. Ohne, dass sie es wollen, kommen sich die beiden näher. 

Cornelia Funke - Tintenwelt- Triologie

1) Tintenherz: Mo Folchart kann durch lautes Vorlesen, Figuren aus Büchern zum Leben erwecken. Leider hat er durch diese Gabe schon seine Frau im Buch Tintenherz verloren. Der Bösewicht Capricorn will diese Gabe für seine Gräueltaten missbrauchen und die Tochter von Mo, Meggi, als Köder benutzen. Jedoch weiß er nicht, dass diese die Gabe ihres Vaters geerbt hat…

2) Tintenblut: Staubfinger gelangt endlich wieder zurück in die Tintenwelt – jedoch ohne seinen Begleiter Farid. Da Farid weiß, dass Staubfinger in der Tintenwelt gefährdet ist, macht er sich zusammen mit Meggi in die Tintenwelt auf, ihn zu retten. Als auch noch Meggies Eltern dazustoßen, schweben alle in großer Gefahr vor dem Bösewicht Natterkopf. 

3) Tintentod: Die Tintenwelt wird nun von Natterkopf beherrscht. Mo und der schwarze Prinz versuchen nachts die Stadt Ombra aus der Knechtschaft befreien. Doch eines Tages begeben sie sich leichtsinnig in noch größere Gefahr: Direkt in der Burg von Ombra befinden sich Illustrationen des besten Buchmalers der Welt. 

Eric Newby - I Castagni. Unser Haus in Ligurien

Eric und Wanda Newby erfüllen sich einen langjährigen Traum, indem sie 1967 ein Haus in Ligurien an der Grenze zur Toskana kaufen. Das Bauernhaus “I Castagni” befindet sich an den Ausläufern der Alpen und ist verwahrlost. Während sie versuchen aus dem Castagni ein Zuhause zu machen, müssen sie sich großen und kleinen Schwierigkeiten stellen. Mittels Mäusen und sabotierenden Nachbaren, beschreibt der Autor mit Ironie und Charme die Turbulenzen bei den gemeinsamen Restaurierungsarbeiten.

Hans A. Thiel - Der Fischer vom Capo Mele

Der Protagonist Paolo begegnet auf der Suche nach dem Glück Erkenntnissen über das Leben, sowie tiefen Gefühlen der Liebe für ein junges Mädchen. Seine Suche führt ihn allerdings immer wieder zu sich selbst. Paolo löst nicht nur die Rätsel des Lebens, sondern lüftet zwischenzeitlich für den Leser seine eigenen Geheimnisse.
Der Autor beschreibt mit diesem Werk nicht nur das Innenleben des Protagonisten, sondern auch den Ort an dem sich dieser befindet. Laigueglia, zur Zeit der Römer noch “Aquila”, zeigt heute noch Verteidigungstürme, die die Menschen vor vielen Jahren vor Übergriffen der Sarazenen und Piraten schützten. Die Attraktivität dieses Ortes liegt jedoch auch in den Tourismusangeboten (Wasserski, Free Climbing, Reiten, Segeln, Golfspielen, Windsurfen).

Jana F. Kolpen / Mary Tiegreen - Das Geheimnis der Villa della Luna

Der Rosengarten der Villa della Luna birgt ein Geheimnis. Die Rosen blühen nämlich das ganze Jahr über. Mademoiselle J. findet die Lösung zufällig heraus. Sie wird dadaurch an einen Mann erinnert, der einst seine große Liebe verlor. Gemeinsam mit drei intelligenten Lehrerinnnen entscheidet sie, ob sie sich dem Mann annähern soll.

Juliet Hall - Das Erbe der Töchter

Nachdem ihr von ihrer verstorbenen Mutter nur noch ein Bernsteinanhänger, ein Tagebuch und einige Fotos blieben, beschließt Cari nach Italien zu reisen. Dort begibt sich die Brautmodedesignerin auf die Suche nach Spuren ihrer Herkunft. Während sie das Geheimnis eines Irrgartens und seiner Villa löst, stellt sie fest dass es zwischen diesem und ihrer Herkunft eine Parallele gibt. Letztendlich findet sie nicht nur eine neue Liebe, sondern entdeckt auch das Erbe der Frauen ihrer Familie.

Katryn Berlinger - Im Schatten der Olivenbäume

Die englische Malerin Fiona zieht mit ihrem Mann nach Ligurien. Dort erhält sie den Auftrag, den Tuchfabrikanten Perlucci mit einem kostbaren Tuch im Hintergrund zu malen. Während der Arbeit verliebt sie sich in dessen Sohn. Als jedoch das Tuch verschwindet, wird sie verdächtigt.

Katryn Berlinger - Im Schatten der Olivenbäume

Die englische Malerin Fiona zieht mit ihrem Mann nach Ligurien. Dort erhält sie den Auftrag, den Tuchfabrikanten Perlucci mit einem kostbaren Tuch im Hintergrund zu malen. Während der Arbeit verliebt sie sich in dessen Sohn. Als jedoch das Tuch verschwindet, wird sie verdächtigt.

Margaret Minker - Das Wasserhaus

Die junge Münchnerin Marianne Roth erfüllt sich einen langersehnten Traum: Sie kauft sich ein Haus in Ligurien, in dem zauberhaften Dorf Montegrazie. Von den Einheimischen wird es das „Wasserhaus“ genannt. Als sie mit den Renovierungsarbeiten beginnt, ahnt sie nicht, dass sie mit dem Hauskauf Streitereien in der Familie der bisherigen Besitzer ausgelöst hat. Bis sie auf die Familie trifft…

Margaret Minker - Das Wasserhaus

Nachdem sich Vera Vischers Mann outet entscheidet sie sich ihr Leben neu zu gestalten. So fasst sie als Redakteurin im TV – Studio “Starsun” Fuß. Dort wird sie vor allem von ihrer Chefin der Moderatorin, Angela Bernhard, an ihre Grenzen geführt. Bei der Sendung “Von heute an wird alles anders”, bei dem einer der Gäste der hypernervöse Sandro ist, gerät die Situation ausser Kontrolle. Vera und ihre Vorgesetzte werden von Sandro nach Ligurien entführt. Bei dessen Vater erfahren sie Dinge über Rosen, Lisianthus, Karrieren und schließlich auch die Liebe. Als ein Mann aus Angelas Vergangenheit in der Idylle auftaucht, wird die Situation immer komplizierter.

Ligurische Feste

Erleben sie ligurische Feste während Ihres Urlaubs in Italien

Kirchliche Feste, Nationale Feiertage und Dorffeste

Jedes noch so kleine Dorf in Italien feiert seinen eigenen heiligen Schutzpatron und in vielen gibt es zusätzlich noch Dorffeste, Sagre genannt. Eine Sagra war früher ein Kirchweihfest, ist aber heutzutage meist einfach ein Volksfest das einem landwirtschaftlichen Produkt oder einer Spezialität gewidmet ist. Verpassen Sie auf keinen Fall diese lustigen, kulinarischen und musikalischen Feierlichkeiten bis spät in die Nacht. Die Gemeinden kündigen die Feste mit Aushängen an. 

Zu Ostern sollten Sie unbedingt eine der Osterprozessionen besuchen. Die Processione del Venerdì Santo, die Karfreitagsprozession in Savona mit Passionsdarstellungen aus geschnitztem Holz, und in der Karwoche in Ceriana nördlich von San Remo mit Skulpturen aus der Barockzeit und Misereregesängen. Parmureli nennt man die kunstvollen Palmblattgebinde an Bordigheras Kirchen.

Höchster Feiertag in Italien ist am 15. August, man nennt ihn auch Ferragosto.

Der Name kommt von Kaiser Augustus der damals vom 13.- 15. August seine Eroberung Ägyptens feierte. Achtung : ganz Italien macht Urlaub in den Bergen oder am Meer und nahezu alles administrative und wirtschaftliche Leben kommt zum Stillstand.

Später übernahm die Kirche diesen Tag unter dem Namen Mariä Himmelfahrt.

Am 1. November ist Allerheiligen und am 8. Dezember Maria Empfängnis. Natale, also Weihnachten ist der 25. Dezember und der 26. Dezember nennen die Italiener Santo Stefano.

Am ersten Februarwochenende gibt es die Sagra della Mimosa

in Pieve Ligure oberhalb von Genua: Zur knallgelben Mimosenblüte ziehen blumengeschmückte Festwagen durch den Ort.

13. März : San Remo in Fiore – ein Umzug mit blumengeschmückten Wagen

Die Sagra del Pesce in Camogli findet am zweiten Sonntag im Mai statt, eine überdimensionale Fischpfanne wird für alle Besucher zubereitet. Wer gerne segelt sollte sich die Segelregatten in Santa Margherita Ligure und Portofino ansehen.

Sestri Levante : Das Andersen Festival am letzten Wochenende im Mai zu dem internationale Performancekünstler und italienische Theaterleute an den Stränden von Sestri Levante auftreten

In der ersten Junihälfte verwandelt sich Genovas Porto Antico für zehn Tage in einen bunten Völkerbasar, den Suq. Mitte Juni gibt es in Ventimiglia di Battaglia di Fiori ein spektakulärer Blumenumzug mit Blumenschlacht.

Ende Juni finden Sie die Weltmusikszene beim Festival Musicale del Mediterraneo in Genova.

Das alljährliche stattfindende Fiat 500er Treffen

Für Jung und Alt lohnenswert! Das Treffen ist seit 1984 in Garlenda in der Nähe von Albenga und lockt jährlich die kleinen „Topolini“ aus aller Welt an. Das Treffen dauert von Freitag auf Sonntag. Man kann schön erhaltende Fiat 500er im Originaldesign aber auch modern und extravaganten Design bewundern. Falls Sie selber eines dieser schicken Autos besitzen, können Sie bei den Ersatzteilverkaufsständen stöbern. Außerdem kann man natürlich viele Fanartikel mit dem „Topolino“ erstehen.

In Rapallo gibt es vom 1. Bis 3. Juli die Madonna di Monte , eine Marienfeier mit Prozessionen, Schlemmermarkt, Feuerwerken und Tausenden von Lichtern die nachts auf dem Meer ausgesetzt werden. In Genova im Cornigliano-Viertel findet das Goa-Boa-Festival am ersten Wochenende im Juli statt, hören Sie drei Tage internationalen Avantgarderock in alten Industrieanlagen.

In Arma di Taggia feiert man am dritten Wochenende das Festa della Maddalena, ein religiöses Fest mit mittelalterlichem Totentanz. Im Nervia Tal wird in der letzten Woche des Juli das Musikfestival der Harpae = Harfe in Isolabona abgehalten

Festival Internazionale di Musica da Camera in Cervo

Das seit 1964 von dem Violinisten Sandor Vegh ins Leben gerufene internationale Kammermusikfestival findet jedes Jahr im Juli und August in Cervo statt. Mehrmals wöchentlich kann man Klavier, Violin oder auch Jazzkonzerte ab 21.30 Uhr auf der Piazza Sagrato della Chiesa dei Corallini genießen. Die Kombination aus der klassischen Musik unter freien Sternenhimmel vor der aus dem Mittelalter stammenden Kirche verleiht dem Konzert eine mystische und romantische Atmosphäre. Den aktuellen Konzertplan finden Sie unter Veranstaltungen.

In La Spezia sollten Sie auch das Palio del Golfo am ersten Wochenende des August besuchen, ein Wettkampf in Ruderbooten mit historischen Kostümumzügen, Musik und kulinarischen Köstlichkeiten.

Zur Bootsprozession am ersten Sonntag im August schwimmen vor Camogli zum Feste Stella Maris Tausende von Lichtern auf dem Meer.

Am alten Hafen von Imperia in Porto Maurizio kann man Schiffe aus den alten Epochen zur Vele d’Epoca bewundern, in geraden Jahren treffen sich hier die Besitzer historischer Segelschiffe und Schoner ab Mitte September.

Die Vele d’Epoca ist eine der größten Segelveranstaltungen, sie ist die zweitletzte Veranstaltung in einer Reihe von Segelrennen (Panerei), die in Cannes mit den Régates Royales endet. Sie können viele unterschiedliche Segelyachten aus aller Welt bestaunen, die an mehreren Wettkämpfen teilnehmen.

Bei den Wettkämpfen werden die Yachten in Längen eingeteilt und sogar Yachten von 25m und größer nehmen an diesen Rennen teil. Die Yachten starten an allen Tagen ca. um 11 Uhr aus dem Hafen und werden von der jubelnden Menschenmenge am Hafenausgang mit lautem Applaus ins Rennen gesendet. Auch von der Küstenstraße zwischen Imperia und Andora können die Rennen gut beobachtet werden.

Die Rückkehr in den Hafen zwischen 15 und 19 Uhr wird mit Musik und dem Beifall der Zuschauer unterlegt, ganz gleich zu welcher Zeit die Boote wieder einlaufen. 

Neben den Wettkämpfen gibt es viele Ausstellungen und Veranstaltungen rund ums Segeln direkt am Hafen von Porto Maurizio zu sehen. Am Samstagabend gegen 23 Uhr findet noch ein atemberaubendes Feuerwerk statt, welches den letzten Segeltag ankündigt. 

Berühmtheiten aus Ligurien

Erleben sie ligurische Feste während Ihres Urlaubs in Italien

Weiterhin erhalten Sie Informationen, wo sich noch heute Werke, Geburtshäuser, Denkmäler oder Museen für diese Personen befinden.

Künstler

Ludovico Brea (Maler)

Er ist ca. 1450 in Montalto Ligure im Argentina Tal geboren. Gestorben ist er 1522 in Genua. Seine Werke vorallem Altare, die im flämischen und lombardischen Stil gearbeitet sind, befinden sich vorallem in Nizza und in vielen Orten Liguriens.  Werke: Pietà (1475) in der Kirche di Cimiez, Nizza; Flügelaltar (1516) in San Giovanni Battista e Giorgio, Montalto Ligure; Crocifissione (1481) Palazzo Bianco, Genua; Ascenzione(1483) Galleria Durazzo Giustiniani, Genua; La Madonna di Misericordia (1483-84), der Flügelaltar der S. Caterina (14

Ludovico Brea (Maler)

Er ist am 18.11.1527 in Moneglia geboren. Seine malerischen Fähigkeiten hat er von seinem Vater Giovanni vererbt bekommen, mit dem er seine Maltechniken entwickelte. Durch seine späteren Studien der Werke von Michelangelo, Raffael, Beccafumi, Pordenone, Perin del Vaga, Correggio und Parmigianino erweitere er diese. Er zählt zu den besten genuesischen Malern aus dem 15. Jhd. Viele seiner Werke befinden sich in Genua. 1583 wurde er von Philipp II. nach Spanien gerufen, um das Wandgemälde des Escorial (begonnen von Castello) fertig zu stellen. Leider verstarb er schon vor der Vollendung am 6.9.1585 in San Lorenzo de El Escorial. 

Werke: Fresken Palazzo Doria (1547-48), Genua; Palazzo Imperiale (Piazza Campetto,1560), Genua; Cappella Lercari, (1562) Dom, Genua; Diana e Atteone, Palazzo Bianco, Genua; Altarbild des S. Benedetto (1562), Dom, Genua; Christo davanti Caifa e Madonna della candela, Palazzo Bianco, Genua; Auferstehung (1547) SS. Giacomo e Filippo, Taggia; Anbetung der Könige, Galleria Sabaudo, Turin.

Domenico Piola (Maler und Kupferstecher)

Er ist 1627 in Genua geboren und arbeitete als Maler und Kuperstecher. Beeinflussen ließ er sich von den Werken von del Grechetto und Rubens. Gestorben ist er 1703 in Genua. 

Werke: Fresken, S. Marta und S. Giacomo della Marina, Genua; Allegorie vom Herbst und Winter, Palazzo Rosso, Genua; Fresken Chiesa dell’Annunziata, S. Siro (Kapelle S. Gaetano) und S. Luca, Genua 

Bernardo Castello (Maler)

Er ist 1557 in Albaro/Genua geboren. Seine Werke befinden sich hauptsächlich in Genua. Er war Schüler von Semino und Cambiaso. Gestorben ist er 1629 in Genua. 

Werke: Die heilige Familie, Galleria Nazionae e Accademia Lingustica, Genua; Raub der Sabinerinnen, Palazzo Rosso, Genua 

Alessandro Magnasco (Maler)

1667 ist er in Genua geboren. Er war längere Zeit in Mailand, wo er die Werke von Cerano, Crespi und Procaccini studierte. Von 1703-1711 arbeitete er am Hofe des Grafen Gian Gastoe de Medici in Florenz. Ab 1711 lebte und arbeitete er erneut in Norditalien. Damals begann er mit Zeichnungen von Mönchen und dessen Alltag. 1735 kehrte er nach Genua zurück, wo er viele Bilder mit religiösen Hintergrund, Landschaften und Szenen aus dem aristokratischen Leben. 

Werke: S. Antonio predigt den Fischern, Privatsammlung, Genua; Ricevimento in una casa patrizia, Palazzo Bianco, Genua 

Angiola Veronica Airola (Maler)

Sie lebte von 1590-1670 zur Zeit des Barocks und arbeitete hauptsächlich in Genua. Sie war eine der wenige Frauen in der Malerei und war Schülerin von Domenico Fiasella. Später wurde sie Nonne in San Bartolomeo dell’ Olivello. Sie malte schwerpunktmäßig religiöse Bilder. 

Werke: Fresken im Dom Annunziata, Genua 

Giovanni Andrea Ansaldo (Maler)

Er ist 1584 in Voltri/Genua als Sohn eines Händlers geboren. Er war Schüler von Orazio Cambiaso und arbeitete mit Bernardo Strozzi zusammen. Zwei seiner Schüler waren Giuseppe Badaracco und Bartolomeo Bassi. Seine Arbeiten wurden von den flämischen Künstlern wie z. B. Rubens und van Dyck sowohl von Crespi, Proccacini und il Morazzone beeinflusst. Er starb am 18.8.1638 in Genua. 

Werke: Fresken der Kuppel von der Basilica della Santissima Annunziata del Vastato (1635-38), Genua; Ausstellung in der Accademia Linguistica, Genua 

Guilio Benso (Maler)

Er ist am 30.11.1592 in Pieve di Teco geboren und war einer der frühen genuesischen Barockmaler, der bekannt war dem Stil von Luca Cambiaso fortzuführen. Er begann damals als Schüler von Giovanni Carl Doria und traf wenig später auf Procaccini. Später studierte er an der Accademia del Nudo in Genua und danach ging er in die Lehre bei Giovanni Battista Paggi. 1668 starb er. 

Werke: Palazzo Grimaldi, Cagnes-sur-Mer; Fresken in der Apsis der Basilica della Santissima Annunziata del Vastato, Genua; Sant’Ambrogio, Alassio 

Bernardo Strozzi (Maler)

Er wurde 1581 in Genua geboren und unter den Namen il Prete Genovese (der Priester aus Genua) und il Cappucchino bekannt. Er lebte als Kapuzinermönch. Seine Werke sind hauptsächlich Porträts und sind geprägt von den flämischen Künstlern wie z.B. Aersten, Rubens und van Dyck. Er starb am 2.8.1644 in Venedig. 

Werke: Il Paradiso, Accademia Lingustica di Belli Arti, Genua; 5 Werke im Palazzo Bianco, Genua; 7 Werke u.a. Die Köchin im Palazzo Rosso, Genua 

Giovanni Bernardo Carbone (Maler)

Er wurde 1616 in Sant Martino d’Albaro geboren und galt in der Porträtmalerei als Nachfolger von van Dyck. Er malte vorallem religiöse und historische Bilder.1683 starb er in Genua. 

Werke: Der heilige Ludwig betet das Kreuz an (1662), SS. Annunziata, Genua; Maria mit dem Kind und 6 Heiligen (1647), San Teodoro, Genua; Maria mit dem Kind und dem hl. Antonius von Padua (1665), Pfarrkirche, Celle Ligure 

Filippo Parodi (Bildhauer)

Er ist 1630 als Sohn einer Bildhauerfamilie geboren. Er arbeitete als erstes mit Holz und fing erst um 1670 mit Marmor an. Von 1655-61 war er Assistent im Studio von Bernini, obwohl Algardi und dessen Schüler Ercole Ferrata ihn mehr beeinflusst haben. Nach seiner Rückkehr nach Genua traf er auf den französischen Bildhauer Pierre Puget. Dank vieler Aufträge musste er ein großes Studio in Genua eröffnen. Er arbeitete dort mit vielen Assistenten wie Andrea Brustolon und Giacomo Antonio Ponsonelli.

Am 22.7.1702 starb er in Genua. Werke: Christ an der Säule, Palazzo Reale, Genua; Ovids Metamorphose (Venus, Clytie, Adonis und Hyacinth), Palazzo Reale, Genua

Päpste

Benedikt XV

Bürgerlich hieß er Giacomo della Chiesa und wurde am 21.11.1854 in Genua als Sohn einer marktgräflichen Adelsfamilie geboren. Er studierte Rechtwissenschaften und erlang den Doktortitel. Sein zweites Studium galt dem Priesteramt, wobei er die Schule der vatikanischen Diplomatie 1880 mit dem Doktor im Kirchenrecht abschloss. 1878 wurde er zum Priester geweiht. Die meiste Zeit verbrachte er im Vatikan. Am 16.12.1907 wurde er zum Erzbischof von Bologna ernannt. Am 25.5.1914 wurde er Kardinalpriester. Nach dem Tod des Papstes Pius X wurde della Chiesa zum Papst Benedikt XV gewählt. Wegen seines engagierten Auftretens gegen den 1. Weltkrieg hat er den Beinamen der Friedenspapst bekommen. 1922 starb er an einer Lungenentzündung.

Innozenz IV.

Der Papst Innozenz hieß bürgerlich Sinibaldo de Fieschi und ist 1195 in Genua geboren. Seine Familie zählte zu der Oberschicht. Nach seinem Studium in Parma und Bologna war er einer der wichtigen Kanonikern. Seine Amtszeit als Papst war von 1243 bis 1254. Er wurde als engstirnig, habgierig, feige, durchtrieben und rachsüchtig. Durch ihn wurde die Verfolgung von Ketzern und Hexen intensiviert. Seine “Bulle Ad Extirpanda” wurde bald zur Richtlinie bei Inquisitionsverfahren. In dieser Schrift galt die Folter als Hilfsmittel zur Wahrheitsfindung. Er starb am 7.12.1254 in Neapel.

Innozenz VIII.

Innozenz VIII. wurde als Giovanni Battista Cibo 1432 in Genua geboren. Er war vorher Bischof von Savona (1467), Bischof von Molfretta und Kardinal (1473). Er regierte als Papst von 1484 bis 1492. Er war eigentlich ein schwacher und unselbständiger Papst, der jedoch ein Befürworter der Inquisition und Hexenverfolgung war. Innozenz hinterließ 8 Söhne und 8 Töchter, die die Herzöge von Massa und Carrara wurden.

Architekt

Carlo Francesco Barabino

Er ist 1768 in Genua geboren und war einer der wichtigsten Architekten und Städtebauer Genuas. Ihm verdanken wir den Piazza De Ferrari und die Via XX Settembre – die große Shoppingmeile Genuas. Weiterhin hat er das Theater Carlo Felice (1828), das gegenüber der Piazza De Ferrari entworfen. 1835 ist er in Genua gestorb

Dichter

Goffredo Mameli

Er ist am 5.9.1827 in Genua geboren. Mameli war ein berühmter Dichter und ein wichtiger Vertreter des Risorgimentos. Mit 13 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft zur Dichtkunst. Sein wichtigstes Werk ist die 1847 italienische Nationalhymne „Fratelli d’Italia“. Er kämpfte später an der Seite von Giuseppe Garibaldi für die Verteidigung der Römischen Republik vor Frankreich. Er starb mit nur 22 Jahren am 7.7.1849 an den Folgen einer Wundinfektion.
Werke: Dante und Italien, die Brüder Bandiera, An Carlo Alberto, die Schlacht von Marengo, L’inno militare, Fratelli d’Italia

Eugenio Montale 

Er ist am 12.10.1896 in Genua als Sohn eines Unternehmers in Genua geboren. Nachdem er vom Kriegsdienst heimgekehrt war, begann er sich für die Literatur zu interessieren. 1922 war er Mitbegründer der Zeitschrift „Primo Tempo“. Durch sein 1. Buch „Ossi di Seppia“, dass 1925 veröffentlicht wurde, wurde er als Schriftsteller bekannt. Kurze Zeit später ging er nach Florenz, um dort die Bibliothek „Gabinetto Vieusseux“ zu leiten. Da er sich weigerte der faschistischen Partei beizutreten, verlor er 1938 diese Stellung. 1939 erschien sein 2. Buch „Le occasioni“. Nebenbei arbeitete er für Zeitungen in Florenz und für den Corriere della Sera in Mailand. Das 3. Buch „La bufera e altro“ ließ lange auf sich warten und wurde erst 1956 veröffentlicht. Sein Gedichtsband „Satura“ kam 1971 heraus, in seinen Gedichten beschreibt er sehr oft die ligurische Landschaft. 1975 erhielt Montale den Nobelpreis für Literatur. Außerdem war der Ehrendoktor an der Universität von Rom, Mailand und Cambridge. Am 12.9.1981 verstarb er in Mailand.

Seefahrer

Christoph Columbus

Der wohl bekannteste Sohn Liguriens ist der Entdecker Amerikas Christoph Columbus. Er ist 1451 in Genua geboren, jedoch gibt es Schriften die besagen, dass er auch in Savona geboren sein könnte. Mit 14 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Meer und wurde Seefahrer. 1477 ging er nach Lissabon, wo er als Zeichner arbeitete. Ihn zog es allerdings immer wieder aufs Meer zurück, so dass er an verschiedenen Expeditionen teilnahm. Er heiratete Felipa Perestreto e Moniz, die ihm 1480 den Sohn Diego schenkte. Zusammen lebten sie auf Porto Santo in der Nähe von Madeira. Nach dem Tod seiner Frau im Jahre 1486 ging er mit Diego nach Córdoba/Spanien. Hier lernte er seine zweite Frau Beatriz Enríquez de Arano, die er jedoch nie heiratete. Sie gebar ihm seinen zweiten Sohn Fernando. 1492 brach er mit den Schiffen Santa Maria, Niña und Pinta im Namen der spanischen Krone auf, um einen westlichen Seeweg nach Asien zu finden. Zwar fand er nicht den gewünschten Weg, jedoch wurde für seine Entdeckung Amerika’s bekannt. Kolumbus starb am 20. Mai 1506 in Valladolid.
Am Hafen von Genua können Sie das Denkmal für Columbus besichtigen.

Freiheitskämpfer

Giuseppe Mazzini

Ein bekannter Freiheitskämpfer zur Zeit des Risorgimento war Giuseppe Mazzini. Er ist am 22.6.1805 in Genua geboren. Sein Ziel war die Selbstbestimmung der europäischen Völker, vorallem aber lag ihm die Unabhängigkeit und Einigung Italiens am Herzen. Er wollte, dass Italien eine Republik wird. Für ihn konnte man dies nur durch eine Revolution und die Vertreibung der Besatzungsmächte erreichen. Nach seinem Jurastudium veröffentlichte er seinen ersten patriotischen Artikel in der “Indicatore Genovese”. 1830 wurde Mazzini von einem Bekannten verraten und wurde für 3 Monate in das Gefängnis von Savona gesteckt. Nach seiner Freilassung verließ er Italien und ging in die Schweiz und wenig später nach Marseille. Hier entwickelte er die Bewegung Giovine Italia. Die gleichnamige Zeitung wurde in die Fürstentümer Italiens geschmuggelt. Anfang 1830 schloss sich der bekannte Revolutionär Giuseppe Garibaldi seiner Gruppe an. Nachdem er mit zwei Umsturzversuchen scheiterte, wurde er trotz Abwesenheit zum Tode verurteilt. 1836 wies man ihn aus der Schweiz aus, jedoch lies er sich nicht beirren und arbeitete weiter von London aus. Hier gründete er die Partito d’Azione (Partei der Aktion). Nachdem Italien 1861 zu einer konstituellen Monarchie geworden war, kehrte er erfolglos 1870 nach Pisa zurück. Hier starb er am 10.3.1872. Mazzini war damals schon faziniert von der Idee und Zusammenarbeit einer Europäischen Union.

Regisseur

Giuliano Montaldo

Giuliano Montaldo ist am 22.2.1930 in Genua geboren und hat seine Karriere als Schauspieler in dem Fil “Achtung! Banditi” (1950) begonnen. Danach begann er die Ausbildung zum Regieassistenten bei Lizzani und Gillo Pontecorvo. Sein erster Film war Tiro al piccione (1960). Er drehte meistens Filme mit geschichtlichen und politischen Hintergrund. Sein Film “Gott mit uns”, der das Thema Missbrauch des Militärs und religiöse Macht beinhaltet, war für die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes norminiert. 1982 wurde er mit dem Emmy ausgezeichnet für sein Fernsehserie “Marco Polo”.

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